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Geschäfte mit Tieren – Monkey und Elephant Shows in Thailand

Geschrieben am 22. 07. 2014 von Gudrun Brandenburg

Geschäftemacherei mit Tieren ist in den meisten Urlaubsregionen in Thailand leider gang und gäbe. In den Snake Farms des Landes posieren Touristen vor den Kameras mit meterlangen Pythons um den Hals, bei den Monkey Shows heben Gibbons Papp-Gewichte und fahren Dreirad, bei den Elephant Shows spielen Elefanten Fußball und schießen Purzelbäume. Darüber hinaus gibt es Crocodile-Shows, Hahnenkämpfe oder Delfin-Shows.

Tierschutzvereine in Thailand fordern Touristen zwar ausdrücklich auf, derlei Shows nicht zu besuchen, doch kommen die meisten Urlauber dieser Aufforderung selten nach. So stehen beispielsweise auf Koh Samui oder in Khao Lak bei fast jedem organsierten Ausflug Besuche von Elefanten- oder Affen-Shows auf dem Programm. In der Hoffnung auf ein paar gelungene Schnappschüsse macht kaum ein Tourist vor der Manege halt.

Dem Schutz von Elefanten in Thailand steht allerdings die Armut vieler Mahouts (Elefantenbesitzer/ -trainer) gegenüber. Durchschnittlich 500 US Dollar im Monat kostet der Unterhalt eines Elefanten in Thailand, einschließlich Futter, Pflege und ärztlicher Versorgung. Da mit Inkrafttreten des neuen Waldschutzgesetzes in Thailand im Jahr 1989 die Elefanten nicht mehr zum Abholzen der Wälder eingesetzt werden durften, sind nicht nur die Mahouts, sondern auch die Elefanten arbeitslos geworden.

Inzwischen haben viele Mahouts im Tourismus-Geschäft eine neue Einnahmequelle gefunden und können ihre Tiere zum Teil auch selbst finanzieren. Sollten die Elefanten-Shows verboten werden, wäre auch diese Einnahmequelle futsch. Bleibt also die Frage, wer in Thailand die Elefanten dann ernährt (?).

Sadet Beach Koh Phangan

Haad Sadet auf Koh Phangan – Strand-Tipp für Backpacker

Geschrieben am 10. 06. 2014 von Gudrun Brandenburg

Auf der Suche nach abgelegenen und ruhigen Stränden auf Koh Phangan entdecke ich Haad Sadet im Westen der Insel. Die rund 400 Meter lange, geschwungene Bucht liegt in der Nähe des Than Sadet Wasserfalls, der am Sadet Beach als Fluss ins Meer mündet.

Haad Sadet ist ein Strand für Urlauber, die Ruhe suchen und mit wenig Infrastruktur auskommen. An dem etwas grobkörnigen Sandstrand mit Palmen befindet sich nur ein einziges Resort, das sich über die gesamte Bucht erstreckt. Manche der einfachen Mai Pen Rai Bungalows stehen nur einen Steinwurf vom Wasser entfernt. Andere befinden sich auf einer Anhöhe am nördlichen Ende des Strandes. Von oben bietet sich ein atemberaubender Blick auf die Bucht und die Sonnenaufgänge.

Am Sadet Beach herrscht eine entspannte Atmosphäre. Die Gäste der Mai Pen Rai Bungalows – zumeist Backpacker – sonnen sich am Strand, baden oder sitzen mit einem Buch oder ihrem Tablet im Restaurant der Mai Pen Rai Bungalows.

Haad Sadet liegt rund 40 Autominuten von der Inselhauptstadt Thongsala entfernt. Nur in der Trockenzeit von November bis Ende April ist der Strand problemlos mit dem Auto zu erreichen. Denn die holperige Zufahrt, eine Sandpiste mit Löchern und tiefen Rillen, steht in der Regenzeit meist komplett unter Wasser und kann bestenfalls mit einem Jeep passiert werden.

Alternativ ist der Sadet Beach mit dem Longtailboot vom weiter nördlich gelegenen Thong Nai Pan Beach sowie vom Rin Beach im Südosten von Koh Phangan zu erreichen. Wer Ruhe, Abgeschiedenheit und ein bisschen Robinson-Feeling sucht, ist am Haad Sadet auf Koh Phangan richtig.

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Verhaltensregeln für Tempel-Besichtigungen

Geschrieben am 14. 05. 2014 von Gudrun Brandenburg

Touristen, die in Thailand Tempel besichtigen, sollten aus Respekt vor der einheimischen, buddhistischen Bevölkerung zumindest die gängigsten Verhaltensregeln beachten. Da es leider immer wieder vorkommt, dass Urlauber beim Besuch eines so genannten Wat – oftmals auch aus Unwissenheit – unpassend gekleidet sind oder sich daneben benehmen, nenne ich nachfolgend die wichtigsten Verhaltensregeln:

Beim Betreten eines Tempelgebäudes, z. B. dem Viharn (Versammlungshalle) eines Tempels, heißt es generell „Schuhe aus“. Wer nicht barfuß laufen möchte, sollte Socken oder Strümpfe bei sich haben. Die Schuhe werden in der Regel vor dem Eingang des Gebäudes, meist in einem dafür vorgesehenen Holzregal, abgestellt.

Beim Betreten eines Tempels sollten Oberarme und Beine bedeckt sein. Tops, ärmellose T-Shirts oder Hemden sind ein No-Go; ebenso Shorts und Hotpants. Da es aufgrund der Hitze in Thailand allerdings für Touristen in langen Hosen kaum auszuhalten ist, empfiehlt es sich, einen Sarong im Gepäck zu haben. Ein Sarong ist ein Tuch, das um den Körper gewickelt und verknotet wird und so zum Rock wird (auch bei Männern üblich).

Vor einigen Wats, wie beispielsweise dem Wat Phra Kaeo im Grand Palace in Bangkok, stehen Händler, die Sarongs verkaufen. Oftmals können Sarongs auch gegen eine kleine Spende (Donation) ausgeliehen werden. Bei geführten Tempel-Besichtigungen ist ein Sarong als Leihgabe meist im Preis enthalten. In manchen Gegenden und Tempeln in Thailand ist man hinsichtlich des Dresscodes nicht ganz so streng. Dennoch empfiehlt es sich, allein aus Respekt auch als Touristin oder Tourist passend gekleidet zu sein.

In einem thailändischen Wat sollte wie in einer Kirche möglichst leise gesprochen werden. Auch sollten Betende und Mönche weder gestört noch in irgendeiner Form belästigt werden.

Fotografieren ist in den meisten Tempeln in Thailand erlaubt. Sollte dies einmal nicht gestattet sein, weisen entsprechende Verbotsschilder darauf hin. Generell verboten ist das Besteigen von Buddha-Statuen. Touristen, die auf eine Buddha-Statue klettern, um beispielsweise für ein Foto zu posieren, riskieren eine Geldstrafe.

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Flug nach Bangkok via Abu Dhabi – Ein Erfahrungsbericht

Geschrieben am 07. 04. 2014 von Gudrun Brandenburg

Seit einigen Jahren sind vergleichsweise preiswerte Flüge von Deutschland nach Bangkok via Abu Dhabi im Angebot. Wer rechtzeitig ein halbes bis Dreivierteljahr im Voraus bucht, hat meist gute Chancen, noch einen Flug mit relativ kurzen Transferzeiten in Abu Dhabi zu ergattern.  Günstigstenfalls beträgt der Aufenthalt dort 2 Stunden und 15 Minuten auf dem Hinflug und gut 3 Stunden auf dem Rückflug. Die reine Flugzeit von Deutschland nach Bangkok beläuft sich auf circa zwölf Stunden, so dass die noch passable Gesamtflugzeit rund 14,5 Stunden auf dem Hinweg und gut 15 Stunden auf dem Rückweg beträgt.

Nachdem ich die Strecke von Berlin-Tegel nach Bangkok via Abu Dhabi nun insgesamt dreimal geflogen bin, erlaube ich mir an dieser Stelle eine Bewertung des Fluges:

Der Sitzkomfort auf beiden Teilstrecken (Deutschland – Abu Dhabi und Abu Dhabi – Bangkok) ist in der Economy Class nur mittelmäßig, da insbesondere Menschen ab circa 1,70 Meter Körpergröße nur wenig bis keine Beinfreiheit haben. Doch es gibt Abhilfe: Gegen einen Preisaufschlag können zum Beispiel so genannte XL-Seats reserviert werden.

Der Service an Bord beider Maschinen entspricht dem Standard. Auf der ersten Teilstrecke wird ein Menü mit warmem Hauptgang serviert (meist stehen ein Nudel- sowie ein Fleischgericht zur Auswahl). Auf der zweiten Teilstrecke gibt es eine kalte Mahlzeit. Darüber hinaus werden auf beiden Strecken süße und herzhafte Snacks wie Kekse, Knabbereien und ein belegtes Baguette gereicht. Lobenswert ist, dass alle Getränke einschließlich der alkoholischen wie Wein, Bier, eine Auswahl von Likören und Longdrinks gratis sind. Auch die Kopfhörer für das Bord-TV und -Radio sind kostenlos. Ein weiteres Plus: Auf der Strecke Abu Dhabi – Bangkok bzw. Bangkok – Abu Dhabi stehen zahlreiche, mitunter auch brandneue Filme verschiedener Genres zur Auswahl.

Einen Wermutstropfen allerdings gibt es. Das Umsteigen beziehungsweise der Aufenthalt auf dem Flughafen in Abu Dhabi ist für Fluggäste der Economy Class (für Erste-Klasse-Passagiere steht eine Lounge bereit) wenig angenehm. Denn auf den Terminals stehen für die Fluggäste zum einen nicht ausreichend Sitzplätze zur Verfügung, zum anderen sind die Entfernungen zwischen den Gates (meist auf Terminal 1 und Terminal 3) für Umsteiger recht groß. Raucher müssen sich obendrein in viel zu kleine, schlecht belüftete Smoking-Rooms drängeln.

Fazit: Wer vergleichsweise günstig von Deutschland nach Bangkok fliegen möchte und bereit ist, einen mehrstündigen Aufenthalt sowie einen nur mittelmäßigen Sitzkomfort in den Flugzeugen in Kauf zu nehmen, ist mit dem Flug über Dhabi gut bedient.

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Mit dem Expressboot über den Chao Phraya in Bangkok

Geschrieben am 05. 03. 2014 von Gudrun Brandenburg

Ein bisschen aufregend ist es schon, eines der öffentlichen Expressboote auf dem Chao Phraya in Bangkok zu besteigen. Beim Aus-und Einsteigen ist Schnelligkeit gefragt. Denn die Boote halten mitunter nur wenige Sekunden an den Piers am Flussufer. Begleitet wird das An- und Ablegen der Boote sowie das Zu- und Aussteigen der Passagiere von schrillen, lauten Trillerpfeifen-Tönen. Pfeifen, aufspringen, abspringen, pfeifen – und schon geht es weiter zur nächsten Station.

Eine Tour auf dem Chao Phraya mit einem der Expressboote ist für Touristen die schnellste, beste und auch preiswerteste Möglichkeit, zu einigen der Hauptsehenswürdigkeiten in Bangkok zu gelangen. In der Hauptsaison zwischen Dezember und März dürften das Tha Tien und das Tha Chang Pier die am stärksten frequentierten Haltestellen am Chao Phraya Fluss sein. Denn von hier aus erreicht man in nur wenigen Fußminuten den Grand Palace (bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts Residenz von Siams/Thailands Königen), den buddhistischen Tempel Wat Pho und nach einer kurzen Überfahrt ans gegenüberliegende Flussufer den beliebten Wat Arun (Tempel der Morgenröte).

Das Fahren mit den Expressbooten auf dem Chao Phraya bedarf einiger Eingewöhnung. Denn neben den öffentlichen Booten halten an den Piers auch die Holz-Barkassen der großen Hotels, die ihre Gäste über den Fluss befördern, sowie die so genannten Tourist Boats. Die Expressboote unterscheiden sich im Aussehen von den meist bauchig geformten Hotelbooten und den farbigen Touristenbooten. Sie sind in der Regel weiß, lang gestreckt, haben am Heck eine größere Plattform und ein überdachtes Passagierdeck.

Allerdings steuern nicht alle öffentlichen Boote dieselben Ziele/Piers an. Boote ohne Flagge (Local Line) und orangefarben-geflaggte Boote verkehren zwischen Nonthaburi und Wat Rajsingkorn (Fahrpreise zwischen 10 und 15 Baht / 0,23 und 0,34 Euro pro Richtung). So genannte Green-Flag-Boote pendeln zwischen Pakkred, Nonthaburi und Sathorn (je nach Entfernung 13, 20, 22 Baht / 0,30, 0,45, 0,50 Euro), die Yellow-Flag-Boote zwischen Nonthaburi, Sathorn und Ratburana (20, 29 Baht / 0,45, 0,65 Euro).

Zu beachten ist, dass die öffentlichen Expressboote zwischen Start- und Endhaltestelle – je nach Farbe der Flagge – teilweise an jeweils anderen Piers halten.  Doch keine Sorge: An allen An- und Ablegestellen entlang dem Fluss hängen detaillierte Fahrpläne aus. Tickets werden in der Regel auf dem Boot gelöst.

Tipp: Wer erste Eindrücke von Bangkok sammeln möchte, sollte eine der Strecken auf dem Chao Phraya komplett abfahren (Dauer je nach Linie und Zustieg zwischen 20 Minuten und ca. einer Stunde).

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Ausflüge vor Ort buchen oft günstiger

Geschrieben am 02. 01. 2014 von Gudrun Brandenburg

Viele Urlauber, die das erste Mal nach Thailand reisen, fragen mich immer wieder, ob sie Rundreisen und Ausflüge besser von hier aus buchen sollten. In der Tat bieten große Touristikveranstalter hierzulande eine Reihe von Touren innerhalb Thailands an. Dazu zählen mehrstündige und eintägige Sightseeing-Touren durch große Städte wie Bangkok und Chiang Mai oder auch mehrtägige Trips beispielsweise durch Nordthailand, zur Brücke am Kwai oder in den Isan im Nordosten von Thailand.

Ich empfehle, insbesondere kürzere Ausflüge wie Halbtages- und Tagestouren direkt vor Ort über lokale Anbieter zu buchen. Die Touren sind in der Regel um einiges günstiger, und man hat überdies meist die Möglichkeit, auch kurzfristig zu buchen. Ein Vorteil, wenn man sichergehen möchte, dass am Tag des Ausflugs auch das Wetter mitspielt.

Touren aller Art lassen sich in Thailand in fast jedem Reisebüro buchen ebenso wie in den meisten Resorts. Flyer und Prospekte mit entsprechenden Angeboten liegen überall aus. Die Touren lokaler Anbieter sind in der Regel bestens organsiert, Essen und Eintritt oftmals inklusive. Für die Fahrten werden meist Minibusse eingesetzt. Begleitet werden die Touren standardmäßig von englischsprachigen Reiseleitern. Einige Agenturen bieten auf Anfrage und gegen einen geringen Aufpreis aber auch deutschsprachige Touren an. Ebenso können Privattouren für ein, zwei oder mehr Personen angefragt werden.

Auch mehrtägige Touren lassen sich problemlos vor Ort über Hotels oder Reisebüros buchen. Wer jedoch seinen Thailand-Urlaub mit einer Rundreise starten möchte, sollte rechtzeitig vor der Abreise buchen. Entweder über ein hiesiges Touristikunternehmen oder aber im Internet über eine der zahlreichen thailändischen Agenturen (vorher unbedingt die Bewertungen einschlägiger Portale lesen).

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Pancakes in Thailand – Frühstück oder leckerer Happen zwischendurch

Geschrieben am 02. 12. 2013 von Gudrun Brandenburg

Pancakes schmecken sooo köstlich, und die meisten Touristen in Thailand lieben sie, entweder als Frühstück oder als süßen oder auch herzhaften Happen zwischendurch. Ein wenig gleichen die Pancakes in Thailand den hierzulande bekannten und aus Frankreich stammenden Crêpes.  Die flüssige Pancake-Masse wird ebenfalls auf einer heißen Platte hauchdünn glatt gestrichen, gewendet, gebraten, mit allerlei Zutaten bestückt und anschließend zusammengeklappt. Im Unterschied zur Crêpe- enthält die Pancake-Mischung allerdings mehr Mehl. Daher ist der Pancake-Teig fluffiger und luftiger als der Teig einer Crêpe.

In Thailand werden Pancakes in Garküchen an beinahe jeder Straßenecke zubereitet und verkauft. Wer es süß mag, hat bei der Zusammenstellung  der Zutaten für die Füllung die Qual der Wahl. Da gibt es Pancakes mit Apfel und Nutella, mit Apfel und Honig, mit Banane und Zimt, mit Banane und Nutella oder wahlweise mit Erdnussbutter. Es gibt Füllungen mit gemischten Früchten wie beispielsweise „Ananas-Erdbeer“ oder wahrhafte Kalorienbomben, gefüllt mit Kokosraspeln, Nutella und Erdnussbutter. Herzhafte Pancake-Varianten sind „Tunfisch, Ei, Zwiebel“, „Käse, Ei“ oder von allem etwas: „Tunfisch, Käse, Ei, Zwiebeln“. Je nach Variante kosten Pancakes in Thailand zwischen 30 und 70 Baht (0,70 bis 1,60 Euro).

Für viele Touristen aus anderen Kontinenten bieten Pancakes in Thailand zum Frühstück eine willkommene Abwechslung. Da die Thais wie andere Asiaten meist Reissuppe oder Wokgerichte frühstücken, ist das Frühstück für europäischen insbesondere deutschen Geschmack eher einseitig. Mit Ausnahme von Scheibletten und Ham aus der Plastikpackung gibt es in Thailand – abgesehen von größeren und teureren Hotels und Resorts – meist weder Wurst noch Käse zum Frühstück. Bleiben also nur Eierspeisen wie Spiegelei, Rührei oder Omelette, (meist süßer) Toast mit Marmelade, French Toast – oder eben Pancake.

Alles beauty: Beim Friseur in Thailand

Geschrieben am 04. 11. 2013 von Gudrun Brandenburg

Friseurbesuch in Chiang MaiNach sechs Wochen Thailand ist es wieder an der Zeit. Meine Haare sind zu lang – ich gehe zum Friseur. Friseursalons gibt es en masse in Thailands Städten, beinahe so viele wie Apotheken. In einem Einkaufszentrum in Chiang Mai wähle ich einen Friseur in einer der unteren Etagen. Mit der Verständigung auf Englisch klappt es in dem Salon sofort und problemlos (was nicht immer der Fall ist). Zehn Zentimeter kürzer sollen meine Haare werden, nicht gestuft. Preis für einen Damenhaarschnitt hier: 200 Baht (ca. 4,75 Euro) inklusive Waschen, Schneiden und Föhnen.

Mein Friseurbesuch ist ein Genuss, und das von Anfang an. Denn in thailändischen Friseursalons gehören zum Haarewaschen in der Regel auch eine Kopf- und Nackenmassage. Etwa 20 Minuten bearbeitet die junge Frau nun über dem Waschbecken meinen Kopf und meine Halswirbelsäule. Entspannt wechsele ich anschließend auf den Friseurstuhl, schließe die Augen und vertraue auf meine Friseurin und deren flinke Schnitte.

Nach zehn Minuten ist alles vorbei und meine Haare nach Wunsch geschnitten. Geföhnt wird hingegen fast eine Dreiviertelstunde. Strähne für Strähne, vom Haaransatz bis zu den Haarspitzen. Alles perfekt.

Übrigens: In Chiang Mai wie auch in Bangkok kosten Haarschnitte für Männer ab 60 Baht (ca. 1,40 Euro) aufwärts.

In Sachen Beauty hat Thailand allerdings noch mehr als gute Friseurinnen und Friseure zu bieten. Neben unzähligen Spa-Hotels und –Einrichtungen kann man sich im Land auch vergleichsweise preiswert kleinerer wie größerer Schönheits-Operationen unterziehen. Ambulante Praxen finden sich unter anderem oftmals in den oberen Etagen größerer Einkaufszentren. Doch Vorsicht: Wie überall auf der Welt können selbst kleinste operative Eingriffe mit Risiken verbunden sein.

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Lucky Balloon

Geschrieben am 10. 10. 2013 von Gudrun Brandenburg

Aus der Ferne könnte man sie schon mal mit einem Flugzeug im Landeanflug verwechseln.  Die gelblich-orangefarbenen Lichter flackern wie die Positionsleuchten eines Flugzeugs in kurzen Intervallen am Himmel auf. Doch stammt das Licht nicht von einer elektrischen Lampe oder gar einem Strahler, sondern von einem Ballon aus geöltem Reispapier. Die Rede ist von den so genannten „Lucky Balloons“, auch Floating Lanterns, Khom Loy oder Kong-Ming-Laternen genannt, die in Thailand insbesondere an Fest- und Feiertagen meist in Hülle und Fülle in die Luft fliegen.

Die 60 Zentimeter bis 1,20 Meter großen beziehungsweise kleinen Heißluftballons haben einen Draht- oder Bambusrahmen und werden über einen Brennbehälter oder Brennring entzündet. Wichtig ist, dass man vor dem Loslassen lange genug wartet, bis sich ausreichend Luft in der Reispapierhülle gesammelt hat. Ansonsten kann der Ballon nicht aufsteigen, und eine Bruchlandung wäre die Folge.

Lucky Balloons können hunderte von Metern aufsteigen und fliegen bei entsprechender Windstärke ebenso flott wie ein kleines bis mittelgroßes Flugzeug. In Thailand kann man die Laternen an Stränden bei fliegenden Händlern kaufen oder auch auf Märkten. Gängiger Preis für drei mittelgroße Ballons: 100 Baht (ca. 2,60 Euro).

Auch hierzulande werden Lucky Balloons vertrieben, in sämtlichen Bundesländern Deutschlands ist ihr Gebrauch jedoch aus Sicherheitsgründen verboten. Schade eigentlich, denn sie sollen – wie es der Name schon sagt – Glück bringen – und auch Reichtum bescheren.

Besonders viele Laternen steigen in Thailand beim Lichterfest Loy Krathong in die Lüfte oder an Chinese New Year, bei privaten Hochzeiten oder auch an Geburtstagen. Für Touristen ist das Steigenlassen einen Lucky Balloons mittlerweile Pflicht.

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Essen in Thailand – Alles ein bisschen anders als hier

Geschrieben am 13. 09. 2013 von Gudrun Brandenburg

Wer meint, das Essen in Thailand käme so daher wie in den meisten Thai-Restaurants hierzulande, irrt. Ente kross – Fehlanzeige. Fisch- oder Fleischgerichte mit bunt gemischter Gemüse-Beilage – Fehlanzeige. Kunstvoll geschnitzte Mohrrüben als Deko ­– ebenfalls Fehlanzeige.

Die Thai Küche, so wie sie in ganz normalen Restaurants in den meisten thailändischen Urlaubsgebieten gängig ist, hat mit den Thai-Gerichten in europäischen Restaurants wenig gemein. Enten werden meist nur gebraten und nicht kross gebacken, die Gemüsebeilagen sind oft einseitig. Auf den Speisekarten der Restaurants in Thailand wird die überwiegende Anzahl an Wok-Gerichten mit oftmals nur einer Gemüsesorte oder Beilage angeboten: Hühnchen mit Chili oder Cashew-Kernen, Schweinefleisch mit Pilzen oder Rindfleisch mit Bohnen. Alle genannten Beilagen kommen hierzulande schon mit einem einzigen Thai-Gericht auf den Teller.

Keine Frage: Die Thai Küche in Thailand ist schmackhaft und gut. Die Thai-Küche insbesondere in Deutschland ebenfalls. Nur hat man sie hier an unsere Essgewohnheiten angepasst, und einige Gerichte auf den Speisekarten thailändischer Restaurants entstammen komplett der chinesischen Küche.

Auch muss man wissen, dass der Service in vielen Restaurants in Thailand anders funktioniert als hier. Kaum Platz genommen, reicht einem das Personal bereits die Speisekarte und erwartet umgehend die Bestellung (bevor man die Karte überhaupt aufgeschlagen hat). Daraufhin macht der Gast der Bedienung in der Regel verständlich, dass er die umfangreiche Karte erst einmal studieren müsse. Gesagt, getan. Allerdings hat man anschließend Mühe, das Personal wieder an den Tisch zu bekommen und seine Bestellung aufzugeben. Nach mehreren Versuchen klappt es dann aber meist.

Noch eine Anmerkung: In den Restaurants Thailand ist es üblich, mit Gabel und Löffel zu essen. Stäbchen werden in der Regel nur zu Nudelsuppen- und gerichten gereicht.