header_NEU_Thailand Thailand erleben
copyright: Gudrun Brandenburg

Flug nach Bangkok via Abu Dhabi – Ein Erfahrungsbericht

Geschrieben am 07. 04. 2014 von Gudrun Brandenburg

Seit einigen Jahren sind vergleichsweise preiswerte Flüge von Deutschland nach Bangkok via Abu Dhabi im Angebot. Wer rechtzeitig ein halbes bis Dreivierteljahr im Voraus bucht, hat meist gute Chancen, noch einen Flug mit relativ kurzen Transferzeiten in Abu Dhabi zu ergattern.  Günstigstenfalls beträgt der Aufenthalt dort 2 Stunden und 15 Minuten auf dem Hinflug und gut 3 Stunden auf dem Rückflug. Die reine Flugzeit von Deutschland nach Bangkok beläuft sich auf circa zwölf Stunden, so dass die noch passable Gesamtflugzeit rund 14,5 Stunden auf dem Hinweg und gut 15 Stunden auf dem Rückweg beträgt.

Nachdem ich die Strecke von Berlin-Tegel nach Bangkok via Abu Dhabi nun insgesamt dreimal geflogen bin, erlaube ich mir an dieser Stelle eine Bewertung des Fluges:

Der Sitzkomfort auf beiden Teilstrecken (Deutschland – Abu Dhabi und Abu Dhabi – Bangkok) ist in der Economy Class nur mittelmäßig, da insbesondere Menschen ab circa 1,70 Meter Körpergröße nur wenig bis keine Beinfreiheit haben. Doch es gibt Abhilfe: Gegen einen Preisaufschlag können zum Beispiel so genannte XL-Seats reserviert werden.

Der Service an Bord beider Maschinen entspricht dem Standard. Auf der ersten Teilstrecke wird ein Menü mit warmem Hauptgang serviert (meist stehen ein Nudel- sowie ein Fleischgericht zur Auswahl). Auf der zweiten Teilstrecke gibt es eine kalte Mahlzeit. Darüber hinaus werden auf beiden Strecken süße und herzhafte Snacks wie Kekse, Knabbereien und ein belegtes Baguette gereicht. Lobenswert ist, dass alle Getränke einschließlich der alkoholischen wie Wein, Bier, eine Auswahl von Likören und Longdrinks gratis sind. Auch die Kopfhörer für das Bord-TV und -Radio sind kostenlos. Ein weiteres Plus: Auf der Strecke Abu Dhabi – Bangkok bzw. Bangkok – Abu Dhabi stehen zahlreiche, mitunter auch brandneue Filme verschiedener Genres zur Auswahl.

Einen Wermutstropfen allerdings gibt es. Das Umsteigen beziehungsweise der Aufenthalt auf dem Flughafen in Abu Dhabi ist für Fluggäste der Economy Class (für Erste-Klasse-Passagiere steht eine Lounge bereit) wenig angenehm. Denn auf den Terminals stehen für die Fluggäste zum einen nicht ausreichend Sitzplätze zur Verfügung, zum anderen sind die Entfernungen zwischen den Gates (meist auf Terminal 1 und Terminal 3) für Umsteiger recht groß. Raucher müssen sich obendrein in viel zu kleine, schlecht belüftete Smoking-Rooms drängeln.

Fazit: Wer vergleichsweise günstig von Deutschland nach Bangkok fliegen möchte und bereit ist, einen mehrstündigen Aufenthalt sowie einen nur mittelmäßigen Sitzkomfort in den Flugzeugen in Kauf zu nehmen, ist mit dem Flug über Dhabi gut bedient.

expressboot.JPG

Mit dem Expressboot über den Chao Phraya in Bangkok

Geschrieben am 05. 03. 2014 von Gudrun Brandenburg

Ein bisschen aufregend ist es schon, eines der öffentlichen Expressboote auf dem Chao Phraya in Bangkok zu besteigen. Beim Aus-und Einsteigen ist Schnelligkeit gefragt. Denn die Boote halten mitunter nur wenige Sekunden an den Piers am Flussufer. Begleitet wird das An- und Ablegen der Boote sowie das Zu- und Aussteigen der Passagiere von schrillen, lauten Trillerpfeifen-Tönen. Pfeifen, aufspringen, abspringen, pfeifen – und schon geht es weiter zur nächsten Station.

Eine Tour auf dem Chao Phraya mit einem der Expressboote ist für Touristen die schnellste, beste und auch preiswerteste Möglichkeit, zu einigen der Hauptsehenswürdigkeiten in Bangkok zu gelangen. In der Hauptsaison zwischen Dezember und März dürften das Tha Tien und das Tha Chang Pier die am stärksten frequentierten Haltestellen am Chao Phraya Fluss sein. Denn von hier aus erreicht man in nur wenigen Fußminuten den Grand Palace (bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts Residenz von Siams/Thailands Königen), den buddhistischen Tempel Wat Pho und nach einer kurzen Überfahrt ans gegenüberliegende Flussufer den beliebten Wat Arun (Tempel der Morgenröte).

Das Fahren mit den Expressbooten auf dem Chao Phraya bedarf einiger Eingewöhnung. Denn neben den öffentlichen Booten halten an den Piers auch die Holz-Barkassen der großen Hotels, die ihre Gäste über den Fluss befördern, sowie die so genannten Tourist Boats. Die Expressboote unterscheiden sich im Aussehen von den meist bauchig geformten Hotelbooten und den farbigen Touristenbooten. Sie sind in der Regel weiß, lang gestreckt, haben am Heck eine größere Plattform und ein überdachtes Passagierdeck.

Allerdings steuern nicht alle öffentlichen Boote dieselben Ziele/Piers an. Boote ohne Flagge (Local Line) und orangefarben-geflaggte Boote verkehren zwischen Nonthaburi und Wat Rajsingkorn (Fahrpreise zwischen 10 und 15 Baht / 0,23 und 0,34 Euro pro Richtung). So genannte Green-Flag-Boote pendeln zwischen Pakkred, Nonthaburi und Sathorn (je nach Entfernung 13, 20, 22 Baht / 0,30, 0,45, 0,50 Euro), die Yellow-Flag-Boote zwischen Nonthaburi, Sathorn und Ratburana (20, 29 Baht / 0,45, 0,65 Euro).

Zu beachten ist, dass die öffentlichen Expressboote zwischen Start- und Endhaltestelle – je nach Farbe der Flagge – teilweise an jeweils anderen Piers halten.  Doch keine Sorge: An allen An- und Ablegestellen entlang dem Fluss hängen detaillierte Fahrpläne aus. Tickets werden in der Regel auf dem Boot gelöst.

Tipp: Wer erste Eindrücke von Bangkok sammeln möchte, sollte eine der Strecken auf dem Chao Phraya komplett abfahren (Dauer je nach Linie und Zustieg zwischen 20 Minuten und ca. einer Stunde).

copyright: klick-thailand.de/Gudrun Brandenburg

Ausflüge vor Ort buchen oft günstiger

Geschrieben am 02. 01. 2014 von Gudrun Brandenburg

Viele Urlauber, die das erste Mal nach Thailand reisen, fragen mich immer wieder, ob sie Rundreisen und Ausflüge besser von hier aus buchen sollten. In der Tat bieten große Touristikveranstalter hierzulande eine Reihe von Touren innerhalb Thailands an. Dazu zählen mehrstündige und eintägige Sightseeing-Touren durch große Städte wie Bangkok und Chiang Mai oder auch mehrtägige Trips beispielsweise durch Nordthailand, zur Brücke am Kwai oder in den Isan im Nordosten von Thailand.

Ich empfehle, insbesondere kürzere Ausflüge wie Halbtages- und Tagestouren direkt vor Ort über lokale Anbieter zu buchen. Die Touren sind in der Regel um einiges günstiger, und man hat überdies meist die Möglichkeit, auch kurzfristig zu buchen. Ein Vorteil, wenn man sichergehen möchte, dass am Tag des Ausflugs auch das Wetter mitspielt.

Touren aller Art lassen sich in Thailand in fast jedem Reisebüro buchen ebenso wie in den meisten Resorts. Flyer und Prospekte mit entsprechenden Angeboten liegen überall aus. Die Touren lokaler Anbieter sind in der Regel bestens organsiert, Essen und Eintritt oftmals inklusive. Für die Fahrten werden meist Minibusse eingesetzt. Begleitet werden die Touren standardmäßig von englischsprachigen Reiseleitern. Einige Agenturen bieten auf Anfrage und gegen einen geringen Aufpreis aber auch deutschsprachige Touren an. Ebenso können Privattouren für ein, zwei oder mehr Personen angefragt werden.

Auch mehrtägige Touren lassen sich problemlos vor Ort über Hotels oder Reisebüros buchen. Wer jedoch seinen Thailand-Urlaub mit einer Rundreise starten möchte, sollte rechtzeitig vor der Abreise buchen. Entweder über ein hiesiges Touristikunternehmen oder aber im Internet über eine der zahlreichen thailändischen Agenturen (vorher unbedingt die Bewertungen einschlägiger Portale lesen).

copyright: Gudrun Brandenburg

Pancakes in Thailand – Frühstück oder leckerer Happen zwischendurch

Geschrieben am 02. 12. 2013 von Gudrun Brandenburg

Pancakes schmecken sooo köstlich, und die meisten Touristen in Thailand lieben sie, entweder als Frühstück oder als süßen oder auch herzhaften Happen zwischendurch. Ein wenig gleichen die Pancakes in Thailand den hierzulande bekannten und aus Frankreich stammenden Crêpes.  Die flüssige Pancake-Masse wird ebenfalls auf einer heißen Platte hauchdünn glatt gestrichen, gewendet, gebraten, mit allerlei Zutaten bestückt und anschließend zusammengeklappt. Im Unterschied zur Crêpe- enthält die Pancake-Mischung allerdings mehr Mehl. Daher ist der Pancake-Teig fluffiger und luftiger als der Teig einer Crêpe.

In Thailand werden Pancakes in Garküchen an beinahe jeder Straßenecke zubereitet und verkauft. Wer es süß mag, hat bei der Zusammenstellung  der Zutaten für die Füllung die Qual der Wahl. Da gibt es Pancakes mit Apfel und Nutella, mit Apfel und Honig, mit Banane und Zimt, mit Banane und Nutella oder wahlweise mit Erdnussbutter. Es gibt Füllungen mit gemischten Früchten wie beispielsweise „Ananas-Erdbeer“ oder wahrhafte Kalorienbomben, gefüllt mit Kokosraspeln, Nutella und Erdnussbutter. Herzhafte Pancake-Varianten sind „Tunfisch, Ei, Zwiebel“, „Käse, Ei“ oder von allem etwas: „Tunfisch, Käse, Ei, Zwiebeln“. Je nach Variante kosten Pancakes in Thailand zwischen 30 und 70 Baht (0,70 bis 1,60 Euro).

Für viele Touristen aus anderen Kontinenten bieten Pancakes in Thailand zum Frühstück eine willkommene Abwechslung. Da die Thais wie andere Asiaten meist Reissuppe oder Wokgerichte frühstücken, ist das Frühstück für europäischen insbesondere deutschen Geschmack eher einseitig. Mit Ausnahme von Scheibletten und Ham aus der Plastikpackung gibt es in Thailand – abgesehen von größeren und teureren Hotels und Resorts – meist weder Wurst noch Käse zum Frühstück. Bleiben also nur Eierspeisen wie Spiegelei, Rührei oder Omelette, (meist süßer) Toast mit Marmelade, French Toast – oder eben Pancake.

Alles beauty: Beim Friseur in Thailand

Geschrieben am 04. 11. 2013 von Gudrun Brandenburg

Friseurbesuch in Chiang MaiNach sechs Wochen Thailand ist es wieder an der Zeit. Meine Haare sind zu lang – ich gehe zum Friseur. Friseursalons gibt es en masse in Thailands Städten, beinahe so viele wie Apotheken. In einem Einkaufszentrum in Chiang Mai wähle ich einen Friseur in einer der unteren Etagen. Mit der Verständigung auf Englisch klappt es in dem Salon sofort und problemlos (was nicht immer der Fall ist). Zehn Zentimeter kürzer sollen meine Haare werden, nicht gestuft. Preis für einen Damenhaarschnitt hier: 200 Baht (ca. 4,75 Euro) inklusive Waschen, Schneiden und Föhnen.

Mein Friseurbesuch ist ein Genuss, und das von Anfang an. Denn in thailändischen Friseursalons gehören zum Haarewaschen in der Regel auch eine Kopf- und Nackenmassage. Etwa 20 Minuten bearbeitet die junge Frau nun über dem Waschbecken meinen Kopf und meine Halswirbelsäule. Entspannt wechsele ich anschließend auf den Friseurstuhl, schließe die Augen und vertraue auf meine Friseurin und deren flinke Schnitte.

Nach zehn Minuten ist alles vorbei und meine Haare nach Wunsch geschnitten. Geföhnt wird hingegen fast eine Dreiviertelstunde. Strähne für Strähne, vom Haaransatz bis zu den Haarspitzen. Alles perfekt.

Übrigens: In Chiang Mai wie auch in Bangkok kosten Haarschnitte für Männer ab 60 Baht (ca. 1,40 Euro) aufwärts.

In Sachen Beauty hat Thailand allerdings noch mehr als gute Friseurinnen und Friseure zu bieten. Neben unzähligen Spa-Hotels und –Einrichtungen kann man sich im Land auch vergleichsweise preiswert kleinerer wie größerer Schönheits-Operationen unterziehen. Ambulante Praxen finden sich unter anderem oftmals in den oberen Etagen größerer Einkaufszentren. Doch Vorsicht: Wie überall auf der Welt können selbst kleinste operative Eingriffe mit Risiken verbunden sein.

copyright: Gudrun Brandenburg

Lucky Balloon

Geschrieben am 10. 10. 2013 von Gudrun Brandenburg

Aus der Ferne könnte man sie schon mal mit einem Flugzeug im Landeanflug verwechseln.  Die gelblich-orangefarbenen Lichter flackern wie die Positionsleuchten eines Flugzeugs in kurzen Intervallen am Himmel auf. Doch stammt das Licht nicht von einer elektrischen Lampe oder gar einem Strahler, sondern von einem Ballon aus geöltem Reispapier. Die Rede ist von den so genannten „Lucky Balloons“, auch Floating Lanterns, Khom Loy oder Kong-Ming-Laternen genannt, die in Thailand insbesondere an Fest- und Feiertagen meist in Hülle und Fülle in die Luft fliegen.

Die 60 Zentimeter bis 1,20 Meter großen beziehungsweise kleinen Heißluftballons haben einen Draht- oder Bambusrahmen und werden über einen Brennbehälter oder Brennring entzündet. Wichtig ist, dass man vor dem Loslassen lange genug wartet, bis sich ausreichend Luft in der Reispapierhülle gesammelt hat. Ansonsten kann der Ballon nicht aufsteigen, und eine Bruchlandung wäre die Folge.

Lucky Balloons können hunderte von Metern aufsteigen und fliegen bei entsprechender Windstärke ebenso flott wie ein kleines bis mittelgroßes Flugzeug. In Thailand kann man die Laternen an Stränden bei fliegenden Händlern kaufen oder auch auf Märkten. Gängiger Preis für drei mittelgroße Ballons: 100 Baht (ca. 2,60 Euro).

Auch hierzulande werden Lucky Balloons vertrieben, in sämtlichen Bundesländern Deutschlands ist ihr Gebrauch jedoch aus Sicherheitsgründen verboten. Schade eigentlich, denn sie sollen – wie es der Name schon sagt – Glück bringen – und auch Reichtum bescheren.

Besonders viele Laternen steigen in Thailand beim Lichterfest Loy Krathong in die Lüfte oder an Chinese New Year, bei privaten Hochzeiten oder auch an Geburtstagen. Für Touristen ist das Steigenlassen einen Lucky Balloons mittlerweile Pflicht.

copyright: Gudrun Brandenburg

Essen in Thailand – Alles ein bisschen anders als hier

Geschrieben am 13. 09. 2013 von Gudrun Brandenburg

Wer meint, das Essen in Thailand käme so daher wie in den meisten Thai-Restaurants hierzulande, irrt. Ente kross – Fehlanzeige. Fisch- oder Fleischgerichte mit bunt gemischter Gemüse-Beilage – Fehlanzeige. Kunstvoll geschnitzte Mohrrüben als Deko ­– ebenfalls Fehlanzeige.

Die Thai Küche, so wie sie in ganz normalen Restaurants in den meisten thailändischen Urlaubsgebieten gängig ist, hat mit den Thai-Gerichten in europäischen Restaurants wenig gemein. Enten werden meist nur gebraten und nicht kross gebacken, die Gemüsebeilagen sind oft einseitig. Auf den Speisekarten der Restaurants in Thailand wird die überwiegende Anzahl an Wok-Gerichten mit oftmals nur einer Gemüsesorte oder Beilage angeboten: Hühnchen mit Chili oder Cashew-Kernen, Schweinefleisch mit Pilzen oder Rindfleisch mit Bohnen. Alle genannten Beilagen kommen hierzulande schon mit einem einzigen Thai-Gericht auf den Teller.

Keine Frage: Die Thai Küche in Thailand ist schmackhaft und gut. Die Thai-Küche insbesondere in Deutschland ebenfalls. Nur hat man sie hier an unsere Essgewohnheiten angepasst, und einige Gerichte auf den Speisekarten thailändischer Restaurants entstammen komplett der chinesischen Küche.

Auch muss man wissen, dass der Service in vielen Restaurants in Thailand anders funktioniert als hier. Kaum Platz genommen, reicht einem das Personal bereits die Speisekarte und erwartet umgehend die Bestellung (bevor man die Karte überhaupt aufgeschlagen hat). Daraufhin macht der Gast der Bedienung in der Regel verständlich, dass er die umfangreiche Karte erst einmal studieren müsse. Gesagt, getan. Allerdings hat man anschließend Mühe, das Personal wieder an den Tisch zu bekommen und seine Bestellung aufzugeben. Nach mehreren Versuchen klappt es dann aber meist.

Noch eine Anmerkung: In den Restaurants Thailand ist es üblich, mit Gabel und Löffel zu essen. Stäbchen werden in der Regel nur zu Nudelsuppen- und gerichten gereicht.

copyright: Gudrun Brandenburg

In Thailand geht nichts ohne die Kokosnuss

Geschrieben am 20. 08. 2013 von Gudrun Brandenburg

Coconut Shake, Fresh Coconut, Curry with Coconut Milk – In Thailand geht nichts ohne die Kokosnuss. Kokoswasser wird mit einem Strohhalm direkt aus der Frucht getrunken, oder es wird mit dem Fruchtfleisch gemixt und zu schmackhaften Shakes verarbeitet. Doch nicht nur in Getränken, auch in Thai Gerichten findet sich das Fruchtfleisch der Kokosnuss wieder: zu Kokosmilch verarbeitet in einem Massaman Curry beispielsweise.

Vielerorts in Thailand gibt es Kokosplantagen, auf der Insel Koh Samui etwa oder auch nur wenige Kilometer außerhalb der Metropole Bangkok. Auf manchen Plantagen können sich Touristen informieren, was aus der Kokospalme alles gewonnen wird. Zum Beispiel die Kokosmilch: Für ihre Herstellung wird das Fruchtfleisch der Kokosnuss mit Wasser püriert, die Masse anschließend durch Tücher gepresst. Heraus kommt die äußerst schmackhafte Kokosmilch.

Doch Kokosmilch ist nicht das alleinige pflanzliche Erzeugnis. Jedes Teil der Kokospalme wird verwertet: Aus getrocknetem Kokosfleisch, genannt Kopra, wird beispielsweise Kokosöl hergestellt. Die Schalen der Frucht werden zur Gewinnung von Holzkohle verwertet oder aber für die Herstellung von kleineren Gefäßen, Lampen oder Kochlöffeln. Die Fasern der Kokosnuss dienen als Füllstoff für Matratzen oder von Dämm-Material. Aus dem Holz der Kokospalme werden Baumaterialen hergestellt oder Möbel gefertigt. Die Palmenblätter decken Dächer ganzer Häuser.

Kokospalmen wachsen vielerorts in Thailand, vor allem im Süden. Allein die Insel Koh Samui exportiert mehr als zwei Millionen Kokosnüsse monatlich. Auf den dortigen Plantagen wird gern vor Touristen demonstriert, wie Kokosnüsse am schnellsten geerntet werden: Affen, genauer gesagt Makaken, klettern geschwind auf die Palme und drehen die Nuss so lange, bis sie zu Boden fällt.

copyright: Gudrun Brandenburg

Longtailboot – in Thailand Transportmittel Nummer eins

Geschrieben am 02. 08. 2013 von Gudrun Brandenburg

Sie fahren auf dem Meer, auf Flüssen, durch den Regenwald, über Seen. Manche der Großen schwer beladen, wie auf Koh Lipe, mit den Koffern halber Flugzeuge voll. Oder mit großen Reisegruppen an Bord. Oder auch mit ein paar rostigen Mopeds. Auf manchen kleineren Booten schaukelt dagegen nur ein einzelner Fischer oder eine Verkäuferin mit frischem Obst.

Die Rede ist von Langtailbooten (ungebräuchlicher im deutschen Sprachraum: Langschwanzboote). Longtailboote sind nicht nur in Thailand, sondern in ganz Südostasien Transportmittel Nummer eins, sowohl für Lebensmittel und Gegenstände als auch für Menschen. Ganze Inseln werden in Thailand per Longtailboot versorgt, oder Dörfer im Regenwald. Longtailboote sind im südostasiatischen Raum existenziell und damit unverzichtbar.

Schon von weitem ist das Knattern der skurrilen Motoren mit langem Stab und kleiner Schraube zu hören, von denen sich Touristen an manchen Stränden in Thailand stark belästigt fühlen. Mitunter werden sogar Urlaubsgebiete mit viel Longtailboot-Verkehr, so manche Ecken von Koh Phi Phi oder Koh Tao, schlicht gemieden. Doch sind es gerade die Touristen, die Longtailboote in Thailand am meisten nutzen. Sei es, um mit dem Boot eine der kleineren Inseln zu umrunden, die Flüsse in den Regenwäldern zu durchkämmen oder um eine Schnorcheltour zu unternehmen. Longtailboote gehören in Thailand mit zur touristischen Infrastruktur und sind für viele Einheimische und ihre Familien die Hauptverdienstquelle.

Es gibt auch richtige Flitzer. High-Speed-Longtailboote mit PS-starken Motoren, die locker 70 bis 80 Sachen schaffen. Solche Boote werden auf großen Flüssen wie dem Mekong eingesetzt. So flott und praktisch Longtailboote auch sein mögen, ihre knatternden, qualmenden und stinkenden Motoren sind für die Umwelt eine Belastung.

31 Tage Thailand und kein Visum – Und jetzt?

Geschrieben am 19. 07. 2013 von Gudrun Brandenburg

Die Aufregung ist groß. Das Bodenpersonal auf einem der Berliner Flughäfen sperrt sich dagegen, uns einzuchecken. Grund: Wir haben für unseren genau 31-tägigen Thailand-Aufenthalt kein Visum.

In der Tat ist es so, dass bei einer mehr als 30-tägigen Aufenthaltsdauer im Land ein so genanntes Tourist Visa benötigt wird. Doch hatte ich mich zuvor bei der Königlich Thailändischen Botschaft in Berlin erkundigt. Dort hieß es, dass wir uns wegen des einen Tages keine Gedanken zu machen bräuchten und kein Visum für die 31 Tage benötigten. Man wies uns jedoch darauf hin, das beim Rückflug vor Ort möglicherweise 500 Baht Strafe für die Überschreitung der maximal zulässigen Aufenthaltsdauer fällig würden. Auf die Aussage der Botschafts-Mitarbeiterin hatten wir uns dann auch verlassen und stehen nun völlig perplex am Check-in-Counter.

Die Dame am Schalter will sich nicht überzeugen lassen, sagt, wenn die thailändischen Behörden uns nicht einreisen ließen und zurück schickten, müsse die Fluggesellschaft für die Rückreisekosten aufkommen. Ich bitte darum, kurz die Königliche Thailändische Botschaft anzurufen, um den Fall schnellstmöglich zu klären. Stattdessen aber werden Telefonate zu anderen Abteilungen und Mitarbeitern der Fluggesellschaft geführt. Nach einer halben Stunde Diskussion lässt man uns endlich durch. Wir atmen auf.

Bei Ausnahmefällen wie dem unseren sollten Betroffene unbedingt rechtzeitig vor Abreise selbst noch einmal die thailändische Botschaft (siehe unten) sowie die jeweilige Fluggesellschaft konsultieren, um sich in punkto Visum und Einreisebestimmungen abzusichern.

Auf unserer Rückreise gut vier Wochen später verläuft auf dem Suvarnabhumi Airport in Bangkok dann alles reibungslos. Bei der Passkontrolle stellen die Beamten zwar fest, dass wir kein Visum haben, doch hinsichtlich der eintägigen Fristüberschreitung heißt nur lapidar: „Only one day“. Strafe müssen wir keine bezahlen, doch werden wir zu einem separaten Schalter beordert, wo unsere Pässe abgestempelt werden.

Wer sich Stress bei der Einreise beziehungsweise beim Abflug ersparen möchte, sollte sich vor Abflug das je nach Aufenthaltsdauer erforderliche Visum  besorgen. Das Tourist Visa ist 60 Tage gültig, das Non Immigrant Visa 90 Tage.

Grundsätzlich ist für Thailand ein Reisepass erforderlich, der am Tag der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig zu sein hat, außerdem ein bestätigtes Weiter- oder Rückreiseticket.

Verbindliche und aktuelle Aussagen zu Visa-Angelegenheiten und zu Preisen erteilt die Königlich Thailändische Botschaft in Berlin (Telefon: 030 7948 10).