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Wo einst der Opiumhandel blühte

Geschrieben am 08. 05. 2013 von Gudrun

Hier stehen wir nun, auf thailändischem Boden und mitten im Goldenen Dreieck. Vor uns eine sandige Landzunge (Myanmar, ehemals Burma), rechts von uns bewaldete Küste (Laos), dazwischen der Ruak und der Mekong. Wir befinden uns auf einer Anhöhe ein paar Meter oberhalb des Dorfes Sop Ruak, das hauptsächlich aus Souvenirständen besteht. Kein Wunder, denn in der Hauptsaison zwischen November und Ende März kommen täglich Tausende Touristen hierher, um einen Blick aufs das berühmt-berüchtigte Goldene Dreieck zu werfen und das Schild mit der Aufschrift „Golden Triangle“ abzulichten.

Auf thailändischer Seite ist schon lange Schluss mit dem Anbau von Schlafmohn und dem Opiumhandel. Aus früheren Schlafmohnfeldern wurden bereits vor Jahrzehnten Kaffee-, Tee- und Obstplantagen, mit denen die hier ansässigen Bergvölker heute ihren Lebensunterhalt bestreiten. Nur in sehr unzugänglichen Gebieten soll nach wie vor Schlafmohn angebaut werden.

Besucher, die sich für die Geschichte des Opiumhandels im Goldenen Dreieck interessieren, können sich vor Ort im Opium Museum informieren. Hier finden sich zahlreiche Schautafeln mit Erläuterungen zur Geschichte des Drogenhandels und der Opiumkriege im 19. Jahrhundert. Ausgestellt sind zudem historische Opiumpfeifen, Waagen und Gewichte.

Touren ins Goldene Dreieck starten meist in Chiang Rai, knapp 100 Kilometer vom Golden Triangle entfernt. Die Fahrt führt durch die Berge, vorbei an Dörfern verschiedener Bergstämme und beinhaltet meist einen Stopp in der Grenzstadt Mae Sai. Wer es nicht allzu eilig hat, ins Goldene Dreieck (geografisch der Ort, an dem der Ruak in den Mekong fließt) zu kommen, kann in Mae Sai die Grenze nach Myanmar passieren. Voraussetzung ist der Kauf eines Tagesvisums.

 

Eine ausführliche Tourbeschreibung sowie weitere Infos über das Goldene Dreieck finden Sie auf meiner Webseite klick-thailand.de.

 

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Frisches Seafood und Luxus-Hotels

Geschrieben am 02. 05. 2013 von Gudrun

“Fishermen Village” steht in großen Buchstaben an der von der Ringstraße abzweigenden Zufahrt zum Bophut Beach. Wer meint, er gelange einige hundert Meter weiter in ein beschauliches und ruhiges Fischerdorf vor, irrt. Insbesondere am Abend tobt in der schmalen Straße, die parallel zum Strand verläuft, das Leben.

Berühmt ist das Dörfchen Bophut im Norden von Koh Samui vor allem für seine herausragenden Seafood- und Fischrestaurants, die zumeist in alten Holzhäusern chinesischen Stils untergebracht sind. Touristen kommen sogar allabendlich von den benachbarten Stränden mit Sammeltaxi oder Moped angefahren, um frische Tiger Prawns, Langusten, Squid oder Snapper vom Grill zu essen.

Ohne Reservierung ist es mittlerweile kaum noch möglich, am Abend in einem der Restaurants ein Plätzchen zu ergattern. Besonders beliebt sind die Tische oben auf den Terrassen, wenige Meter über dem Strand und mit Blick aufs Meer. Hierher kommt man kurz vor Sonnenuntergang und genießt zum Auftakt für das Abendessen einen Longdrink oder Cocktail.

Schon im Jahr 2005 gab es im Fishermen Village (Ban Bophut) zwei bis drei ausgezeichnete Seafood-Restaurants. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Restaurants insgesamt ums Drei-bis Vierfache gestiegen. Bophut hat sich überdies zum Nobeldorf gemausert, nicht zuletzt wegen der neu entstandenen Luxus-Spa-Resorts.

Wissen sollte man, dass der Bophut Beach nicht zu Thailands Traumstränden zählt. Der Sand ist grobkörnig, das Wasser bei Ebbe so flach, dass Baden kaum möglich ist. Umso erstaunlicher ist es, dass dieser Strand bei Touristen zunehmend beliebter wird. Vielleicht sorgen auch die hier ansässigen Künstler mit ihren Galerien für ein unverwechselbares Flair.

 

Weitere Informationen zum Bophut Beach sowie zu allen anderen Stränden auf Koh Samui finden Sie auf meiner Webseite klick-thailand.de

 

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Restaurant-Tipp (nicht nur) für Scharfesser

Geschrieben am 23. 04. 2013 von Gudrun

Ich freue mich schon immer Stunden im Voraus auf das Essen im papaya. Auf die Tom Yam Gung und das Gaeng Pah Gai – meine beiden Lieblingsgerichte in dem Thai Restaurant an der Schöneberger Hauptstraße in Berlin. Die Tom Yam Gung – Suppe mit Garnelen, Zitronengras, Champignons und Koriander – ist immer bestens gewürzt und kommt köstlich pikant und schön heiß daher. Ich kann mich nicht erinnern, in Thailand jemals eine so gut abgeschmeckte Tom Yam Gung gegessen zu haben.

Ähnlich verhält es sich mit meinem Leibgericht Gaeng Pah Gai, das auf der Speisekarte unter den „papaya-Spezialitäten“ zu finden ist. Kein Koch in Thailand hat es bisher geschafft, ein Gericht so scharf zu würzen, dass es mir die Tränen in die Augen getrieben hat. Ganz anders im papaya. Mit den kleinen roten und grünen Chilischoten geizt man hier keineswegs. Zumindest bei all jenen Gerichten nicht, die auf der Speisekarte ausdrücklich als „sehr scharf“ gekennzeichnet sind.

So wie mein Gaeng Pah Gai. Das Gericht kommt in einem kleinen Feuertopf auf den Tisch und besteht aus Hühnerfleisch, thailändischen Auberginen und Bohnen, Zitronenblättern, Kha Shai Wurzeln, einer Reihe von Kräutern und Gewürzen sowie einer köstlich scharfen Soße. Zusammen mit Duftreis eine überaus schmackhafte Kombination.

Auch wer sich nichts aus scharfem Essen macht, kommt im papaya auf seine Kosten. Sehr gut schmecken zum Beispiel Gai Pad Khing, gebratenes Hühnerbrustfilet mit Pilzen und Ingwer, oder Matsaman Ped, Entenbrust mit Erdnüssen, Kartoffeln, Matsaman-Curry und Kokosmilch. Auch für Vegetarier hält die Speisekarte eine Reihe von Gerichten bereit.

Übrigens: Im papaya wird nur mit Neuland-Fleisch gekocht, und am Preis-Leistungsverhältnis gibt’s hier wirklich nichts zu meckern.

papaya, Hauptstraße 159, 10827 Berlin

 

Infos satt zur Thai Küche, diversen Zutaten und Gerichten gibt es auf meiner Webseite klick-thailand.de 

 

Handeln erwünscht

Geschrieben am 17. 04. 2013 von Gudrun

Richtig stolz darauf ist die Engländerin, dass sie ihren Koffer so günstig „geschossen“ hat.  Um ganze 500 Baht habe sie ihn runtergehandelt, sagt sie. Ich schaue mir den roten Trolley mit schwarzem Reißverschluss an. Eines der Standardmodelle hier, die in jedem Billigladen oder auf Märkten verkauft werden. Ich hatte auch mal so einen. Die Räder haben gerade mal die Rückreise von Bangkok nach Frankfurt überstanden. Danach waren sie hinüber.

Rückseite eines Zehn-Baht-Stücks3500 Baht (ca. 92 Euro) sollte der Koffer der Engländerin an einem Stand auf dem Nachtmarkt in Chiang Mai ursprünglich kosten. Sie sagte zu dem Händler „3000“, und der Deal war gemacht. Schade, denn sie hätte den Koffer sicher auch für 1000 oder  maximal 1200 Baht bekommen. Dies wäre der normale und handelsübliche Preis für einen Trolley dieser Art und Größe gewesen.

Unwissende Touristen bezahlen in Thailand mitunter das Zehnfache vom eigentlichen Preis. Denn gerade auf Märkten werden horrende Startpreise beispielsweise für Schmuck, Uhren, Taschen, Buddhafiguren und eben auch Koffer aufgerufen. Wenn der potenzielle Käufer dann erschrocken guckt, bietet der Händler schnell einen „Discount“ an und tippt einen günstigeren Preis in seinen Taschenrechner ein. Anschließend fordert er den Kunden auf, den seinen einzugeben. Händler und Kunde tippen dann so lange, bis sie sich geeinigt haben. Eine oftmals zeitaufwändige Prozedur.

In Thailand und anderen asiatischen Ländern wird von Touristen geradezu erwartet, dass sie handeln. Und dabei sollte man keineswegs zurückhaltend sein. Ebenso wie die Thais in größeren Städten mitunter horrende Startpreise aufrufen, können Touristen zu Beginn der Verhandlungen auch einen sehr niedrigen Preis nennen. Mit etwas Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen wird man sich nach einer Zeit sicher beim handelsüblichen Preis treffen.

 

Ausführliche Infos über Preise in Thailand gibt es auf meiner Webseite klick-thailand.de

 

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Auf Tuchfühlung mit der Stinkfrucht

Geschrieben am 12. 04. 2013 von Gudrun

Sie ist so groß wie ein Menschenkopf, hat eine gelbliche Farbe und ist mit unzähligen Stacheln übersät. Die Durian zählt in südostasiatischen Ländern wie Thailand, Malaysia, Singapur und Indonesien zu den beliebtesten Früchten. Zumindest bei den Einheimischen. Touristen aus Europa oder den USA können schon mal das Gesicht verziehen, wenn sie auch nur in die Nähe einer Durian kommen. Denn eine weitere Eigenschaft dieser Frucht ist, dass sie – abhängig von der Sorte – richtig stinken kann.

Der Geruch könnte auch von einem kräftigen Käse stammen, gemischt mit einer fruchtigen Note. Daher wird die Durian auch „Käse“- oder „Stinkfrucht“ genannt. In öffentlichen Verkehrsmitteln und in Hotels wie etwa in Kuala Lumpur (Malaysia) oder auch in Bangkok ist die Mitnahme von Durians meist verboten. Da der Geruch nur schwer aus einem geschlossenen Raum zu bekommen ist, verlangen Hotels mitunter, dass der Gast bei Auszug das Zimmer noch bis zu einer Woche länger bezahlt.

Für viele Thais ist die Durian eine Delikatesse und im Vergleich zu anderen Früchten teuer. Das gelbe Fruchtfleisch schmeckt süß und leicht nach Vanille. Man isst es entweder pur oder verwendet es bei der Herstellung von Marmelade, Eis oder bei der Zubereitung von Thai Gerichten. Ursprünglich stammt die Durian aus Malaysia, doch wird sie heute in ganz Südostasien angebaut.

Da die Einheimischen die Vorbehalte der Touristen aus anderen Kontinenten gegenüber der Durian kennen, werden auf thailändischen Märkten Frucht-Häppchen oftmals gratis zum Verkosten angeboten. Mit einem Biss in das süßlich-gelbe Fruchtfleisch sind die Vorurteile dann meist auch schnell über Bord geworfen. Denn Durian schmeckt!

Orchideen aus der Flasche

Geschrieben am 03. 04. 2013 von Gudrun

Sie blühen, sie duften, sie gedeihen und wachsen fast überall in Thailand. Und das in allen erdenklichen Formen und Farben. Ob Sukhakuli’s Frauenschuh, Phalaenopsis oder Vanda-rotschildiana-Orchidee – auf Märkten, Orchideenfarmen oder auch in vielen Gärten und Parkanlagen Thailands sind sie ein besonderer Blickfang.

Orchideensetzlinge in FlascheBis so eine Orchidee allerdings groß ist, bedarf es mitunter mehrerer Jahre. Das weiß, wer einmal selbst Orchideen gezogen hat. In Thailand kommen Hobbyzüchter vielerorts auf ihre Kosten und können beispielsweise in Gärtnereien Orchideensetzlinge in kleinen Flaschen oder Glasgefäßen kaufen.

Erst einmal vorsichtig im Flugzeug nach Hause transportiert, braucht es noch viel Geduld und gute Pflege, bis die Setzlinge aus der Flasche genommen werden dürfen. Hier ein paar Tipps zur richtigen Aufzucht:

Die Flaschen mit den Orchideensetzlingen immer an einem schattigen Platz aufbewahren. Bevor sie in kleine Körbe umgesetzt werden können, unbedingt so lange warten, bis die Setzlinge annähernd so groß sind wie die Flasche selbst. Dann die Flasche oder das Glasgefäß öffnen oder – sofern nicht möglich – sehr vorsichtig zerhauen, beispielsweise auf einem Stein im Garten. Dabei unbedingt Augen, Gesicht und andere Hautpartien mit einer Brille beziehungsweise entsprechender Kleidung schützen.

Anschließend die Setzlinge vorsichtig waschen und einen Tag sowie eine Nacht lang an einem schattigen Ort aufbewahren. Danach die Setzlinge in Körbe mit Orchideenerde pflanzen. Nachdem die jungen Pflanzen erste Wurzeln gebildet haben, können sie nach und nach ans Sonnenlicht gewöhnt werden. Zweimal am Tag, möglichst frühmorgens sowie in der Mittagszeit, mit Wasser benetzen und zweimal pro Woche jeweils am Morgen düngen.

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Moped fahren in Thailand: Das Risiko fährt mit

Geschrieben am 27. 03. 2013 von Gudrun

Sie sind alle sichtlich angetrunken und vielleicht 18 oder 19 Jahre alt. Helme tragen sie nicht, nur Shorts, Tank Tops und Flipflops. Drei junge Männer und zwei Frauen, die mit dem Moped auf Koh Phangan zwischen Rin Beach und Thongsala unterwegs sind. Einer der Jungen schert plötzlich aus, gibt Gas und überholt johlend die anderen. Anschließend verliert er auf der abschüssigen und kurvenreichen Straße die Kontrolle über sein Moped, kippt, fällt, schleift noch einige Meter über den Asphalt und bleibt schließlich schwerverletzt am Boden liegen.

Moped-Unfälle passieren in Thailand leider recht häufig. Und oftmals sind Touristen darin verwickelt. Unvorsichtige Fahrweise, Trunkenheit und Leichtsinn sind häufige Ursachen. Manchmal auch defekte Bremsen.

Touristen, die in Thailand ein Moped mieten, sollten sich darüber im Klaren sein, dass bei Unfällen in der Regel sie für Schäden haften. Eine Vollkaskoversicherung gibt es in Thailand für Leih-Mopeds nicht. Im Falle von Personenschäden übernimmt die Haftpflichtversicherung in der Regel meist nur einen geringen Teil. Wer das Risiko dennoch eingeht und sich in Thailand ein Moped leiht, sollte auch zum eigenen Schutz nie alkoholisiert oder unter Drogeneinfluss fahren, immer im Besitz eines gültigen Führerscheins sein, unbedingt einen Helm (in Thailand Pflicht!) und angemessene Kleidung tragen. Leider ist zu beobachten, dass 99 Prozent der Thailand-Touristen in Strandbekleidung auf dem Moped sitzen.

Leih-Mopeds sind in Thailand vergleichsweise günstig und kosten je nach Modell und Ausstattung zwischen nur 250 und 350 Baht. Viele Fahrzeuge haben jedoch technische Mängel. Daher sollten beispielsweise Bremsen und Blinker unbedingt vor Vertragsabschluss überprüft werden. Empfehlenswert ist es auch, vor der Abfahrt etwaige Kratzer oder Beulen als eventuell später erforderliche Beweismittel zu fotografieren.

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Thailands Märkte: Bummel zwischen Obst und getrocknetem Fisch

Geschrieben am 20. 03. 2013 von Gudrun

Thai-Kräuter, Berge von Mangos und Bananen, Körbe mit Tamarinde und frischem Ingwer – Thailands Märkte strotzen geradezu vor Farben und Düften.  Ganz gleich, über welchen Markt in Thailand man bummelt, überall bietet sich ein ähnliches Bild.  Da sitzen Frauen zwischen Bündeln grüner Blätter und Stängel am Boden hockend und zupfen Kräuter, anderswo werden sorgfältig, ja beinahe liebevoll, Drachenfrüchte oder Ananas gestapelt, an anderer Stelle mit großen Messern Kokosnüsse aufgeschlagen.

Doch nicht alles auf Thailands Märkten sieht appetitlich aus oder duftet gut. Zumindest  nicht für die meisten Farang-Augen und -Nasen (Farang ugs. für Ausländer mit weißer Hautfarbe). Beispiel getrockneter Fisch: Kommt ein Farang auf einem thailändischen Markt in die Nähe der Stände mit getrocknetem Fisch,  verzieht er – angewidert vom beißend-penetranten Geruch – meist die Nase und sucht schnell das Weite.

Ähnliches ist bei den Körben, Schüsseln und Bottichen mit Insekten zu beobachten. Das Auge isst bekanntlich mit, und die meisten Farangs schütteln sich bei dem Gedanken, in eine knusprig frittierte Kakerlake zu beißen. Nur besonders Hartgesottene lassen sich etwa auf Bangkoks Straßen dazu hinreißen, für das Fotoalbum einen Biss in einen knackigen Käfer zu wagen.

Auch beim Anblick vieler Fleischstände wird es so manchem Farang schlecht. Während hierzulande Kühlketten mitunter peinlich genau geprüft werden, liegt auf Thailands Märkten das Fleisch oftmals stundenlang in der Wärme, übersät mit gierigen Fliegen.

So wundert es nicht, wenn viele Touristen auf thailändischen Märkten einen Bogen um getrockneten Fisch und Frischfleisch machen und ihr Augenmerk oder ihre Kameras vielmehr auf Obst, Gemüse und Kräuter richten. Oder auf wohlduftende Blumen, die zumeist Frauen zu kunstvollen Sträußen und Tempelgeflechten zusammenbinden.

Gudruns Garküche, Teil 1: Huhn mit Zitronengras in Kokosmilch

Geschrieben am 13. 03. 2013 von Gudrun

Ja, ich liebe dieses Thai Gericht und könnte es fast täglich essen. Auch meine Familie und meine Freunde sind begeistert, wenn ich Ihnen von Zeit zu Zeit mein Lieblingsgericht aus Thailand auftische: Hühnchen mit Zitronengras und Gemüse in Kokosmilch. Hier mein lang bewährtes Rezept:

Zutaten für drei bis vier Personen

  • 1/2 Kilo Hühnerbrustfilet
  • 1 Teelöffel Speisestärke
  • 2 rote Paprikaschoten
  • 200 Gramm grüne Bohnen oder Thai Bohnen
  • 200 Gramm frische Champignons
  • kleine frische rote Chilischoten je nach Geschmack
  • 2 Teelöffel rote Currypaste (in Asia-Märkten erhältlich)
  • 2 Esslöffel Wok-geeignetes Öl
  • 400 Milliliter Kokosmilch (ungesüßt)
  • 4 Zitronenblätter
  • 4 Stengel Zitronengras (nur der untere, dickere Teil)
  • zwei bis drei Esslöffel Fischsoße, alternativ Sojasoße
  • ein kleines Bund Koriander
  • Saft einer halbierten Limette
  • eineinhalb Teelöffel brauner Zucker
  • etwas Wasser
  • Duftreis (etwa zwei Kaffeetassen normaler Größe)

Zubereitung (ca. 45 Minuten)

Geschnittenes rohes Hühnerfleisch und ChampignonsHähnchenbrust abspülen, trocken tupfen und in 0,5 Zentimeter breite Streifen oder kleine Würfel schneiden. Speisestärke in etwas Wasser geben und beides miteinander verquirlen. Hühnchenstreifen oder -würfel darin wenden. Duftreis waschen und nach Packungsanleitung kochen. Paprika waschen und in Stücke oder Streifen schneiden. Champignons gut putzen und ebenfalls in Streifen schneiden. Bohnen waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Chilischote/n entkernen und klein hacken.

Das Öl in einem Wok (alternativ große, hohe Pfanne) erhitzen und das Hühnerfleisch darin unter Rühren kurz anbraten. Mit Fisch- bzw. Sojasoße ablöschen. Anschließend Kokosmilch, Currypaste, Zitronenblätter und –gras sowie Chilischote/n dazugeben. Zwei Minuten unter ständigem Rühren garen lassen. Anschließend das Gemüse und den Rest der Kokosmilch hinzufügen und weiterkochen lassen. Das Umrühren nicht vergessen. Korianderblätter zupfen und dekorativ auf den Tellern verteilen. Wenn das Gemüse al dente ist, die Kokosmilchsoße nach Gusto mit Limettensaft und Zucker abschmecken.

Reis auf die Teller geben, mit Korianderblättchen dekorieren und zusammen mit dem Kokosmilchgericht servieren. Guten Appetit!

Showtime für Thailands Elefanten

Geschrieben am 05. 03. 2013 von Gudrun

Einst haben Sie in Thailand beim Abholzen der Wälder geholfen. Heute sind sie gelehrige Artisten, Sportler, begabte Künstler und zuweilen Komiker – und haben ihren großen Auftritt bei Elefantenshows. Mit ihren Kunststücken beglücken sie alljährlich tausende Thailand-Touristen. So bringen sie ihren Besitzern wieder Geld ein, und das sichert letztlich auch den Lebensunterhalt der Elefanten.

Elefanten sind mitunter begnadete Maler. Mit einem Pinsel im Rüssel zaubern sie in wenigen Minuten Blumen, Blätter und Tiere aufs Papier. Und ihre Kunstwerke können sich nicht nur sehen lassen, sie machen sich auch bezahlt. Für 50 bis 80 Euro werden sie an Touristen verkauft, und das bei überaus geringen Materialkosten. Denn Papier und Verpackungsmaterial werden zumeist aus Elefantendung hergestellt.

Doch Elefanten können nicht nur zeichnen und malen, auch beim Fußball machen sie eine Top-Figur. Nur selten verfehlt einer ihrer Bälle das Tor. Beim Balancieren (auf einem Baumstamm) halten sie trotz ihrer Größe und ihres Gewichts das Gleichgewicht.

Das Highlight einer Elefantenshow in Thailand aber dürfte für viele Touristen der meist gleiche krönende Abschluss sein: Die Mahouts (Elefantentrainer) wählen aus der Zuschauer-Menge Freiwillige, die sich nacheinander auf den Boden legen. Auf Kommando bewegt sich der Elefant auf den Liegenden zu, schwenkt nur wenige Zentimeter über dessen Kopf sein gewaltiges Bein, küsst mit seinem feuchten Rüssel das Gesicht und macht sich anschließend an der Hose des Zuschauers zu schaffen. Lachen und Applaus auf den Zuschauerbänken.

Bei solch heiteren Darbietungen wundert es natürlich nicht, dass den Touristen das Geld meist recht locker in den Taschen sitzt. Bündelweise Scheine sammeln die Mahouts am Ende ihrer Shows zusammen, verkaufen Bananen als Elefantenfutter, bedruckte T-Shirts und andere Souvenirs. Bleibt nur zu hoffen, dass die Elefanten auch genug vom Erlös abbekommen.